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Airbnb erhebt Kurtaxe für Zug Tourismus

19 Juni 2017 | aktualisiert 19 Juni 2017

Zug - Für Übernachtungen im Kanton Zug wird Airbnb ab Juli eine Beherbergungsabgabe an Zug Tourismus zahlen. Die Lösung ist in der Schweiz ein Novum. Bald dürften auch andere Kantone dem Beispiel folgen.

Der Beherbergungsdienstleister Airbnb und Zug Tourismus haben eine Vereinbarung getroffen. Demnach wird Airbnb ab dem 1. Juli für seine Gäste, die ein Zimmer oder eine Wohnung im Kanton Zug mieten, eine Beherbergungsabgabe zahlen. Die Abgabe wird automatisiert über die Airbnb-Plattform von den Gästen eingezogen und an Zug Tourismus weitergegeben. So soll weder für den Gastgeber noch für Zug Tourismus ein Mehraufwand entstehen. Die Vereinbarung zwischen Zug Tourismus und Airbnb ist die erste ihrer Art in der Schweiz, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

„Seit langem werden gleiche Bedingungen bezüglich der Beherbergungsabgaben für Hotels und die private Wohnungs- und Zimmervermietung gefordert. Dass wir diese Regelung gemeinsam mit Airbnb nun in Zug schweizweit als erste umsetzen konnten, freut uns ausserordentlich“, wird Seraina Koller, Geschäftsführerin von Zug Tourismus, zitiert. Zug Tourismus fördere innovative Angebote, um die Attraktivität der Destination Zug auch in Zukunft zu steigern und mehr Logiernächte zu generieren.

„Diese gemeinsame Vereinbarung ist beispielhaft für den progressiven Ansatz der Schweiz, mit den Chancen der Digitalisierung umzugehen und sicherzustellen, dass sowohl die Reisenden, die Bürgerinnen und Bürger als auch die Gemeinden vom Home Sharing profitieren können“, heisst es von Alexander Schwarz, General Manager Airbnb Schweiz Deutschland und Österreich.

Airbnb hat weltweit bereits mit 270 Städten und Gemeinden eine solche Vereinbarung getroffen. Seit dem Start des Modells 2014 hat das Unternehmen insgesamt 240 Millionen Dollar an Übernachtungs- und Tourismusabgaben erhoben und an die jeweiligen lokalen Gemeinden ausgeschüttet. In der Schweiz ist Airbnb nach eigenen Angaben auch schon mit anderen Kantonen in Dialog, um eine ähnliche Vereinbarung wie in Zug zu treffen. ssp