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Gesundheitsausgaben verschieben sich weiterhin

14 November 2017 | aktualisiert 14 November 2017

Zürich - Die Konjunkturforschungsstelle der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich stellt für das laufende Jahr steigende Gesundheitsausgaben fest. Eine Zunahme wird auch für die kommenden Jahre erwartet, in denen sich die Ausgaben Richtung ambulante Anwendungen verschieben.

Die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat ihre halbjährliche Gesundheitsprognose in Zusammenarbeit mit comparis.ch erstellt. Laut einer Medienmitteilung erwartet sie dabei für 2017 eine Zunahme der Gesundheitsausgaben um 4,1 Prozent. Dies begründet sie mit dem steigenden Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung. Für das kommende Jahr erwartet die KOF einen Anstieg um 3,9 Prozent, für 2019 eine Zunahme um 4 Prozent.

Diese Entwicklung begründet die Konjunkturforschungsstelle einerseits mit sich erhellenden Aussichten für die Schweizer Wirtschaft und damit steigenden Löhnen und Einkommen, wodurch es im personalintensiven Gesundheitswesen zu steigenden Ausgaben kommt. Dem gegenüber stehen hingegen die getroffenen politischen Massnahmen zur Eindämmung des Kostenanstiegs im Gesundheitswesen. Diese würden nun „greifen“.

Die KOF erklärt zudem, dass die Verschiebung der Ausgaben vom stationären in den ambulanten Bereich vorerst weiter anhält. In den kommenden zwei Jahren werde sich der Anstieg der ambulanten Ausgaben jedoch „langsam beruhigen“. Es werde dennoch erwartet, dass die Kategorie Langzeitpflege „aufgrund der steigenden Anzahl pflegebedürftiger Menschen“ weiter expandiert. jh