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Jimenez lobt Standort Schweiz

19 Juni 2017 | aktualisiert 19 Juni 2017

Basel - Die Rahmenbedingungen für die Pharmaindustrie sind in der Schweiz besser als anderswo auf der Welt, sagt Novartis-Chef Joe Jimenez. Sein Unternehmen beschäftigt in der Schweiz mehr Forscher als in irgendeinem anderen Land.

Joe Jimenez windet der Schweiz ein Kränzchen. „Die Schweiz ist gut positioniert, weil die Rahmenbedingungen immer noch besser sind als im Rest der Welt“, sagt der Novartis-CEO in einem Interview mit der „Berner Zeitung“. „Bei den Steuern und den Studienabgängern gehört die Schweiz zur Topklasse“, fügt er hinzu. Novartis beschäftige in der Schweiz daher mehr Forscher als in irgendeinem anderen Land, die USA eingeschlossen. Für Novartis sei es wichtig, Mitarbeiter aus der ganzen Welt an seine Standorte holen zu können. „Novartis braucht Mitarbeiter mit sehr hohen und spezifischen Qualifikationen“, so Jimenez. „Wir werden dort investieren, wo wir diese Mitarbeiter anstellen können.“

Die USA seien bei beiden Themen im Nachteil. Die Gewinnsteuerrate von 35 sei „ein Grund für die Tatsache, dass die Pharmaindustrie nur zurückhaltend in den USA investiert“. Und es werde auch in Zukunft schwierig sein, dort Arbeitsbewilligungen zu erhalten.

Jimenez will sich nicht über die Masseneinwanderungsinitiative beklagen, im Gegenteil. „Die Abstimmung hat deutlich gemacht, dass die Mehrheit der Stimmbürger mit dem Volumen der Einwanderung in die Schweiz nicht zufrieden ist.“ Er lobt die Umsetzung durch das Parlament. „Es gibt viele Fachkräfte in der Schweiz, und wir sollten immer versuchen, unsere Arbeitsplätze mit ihnen zu besetzen.“ Die Besetzung mit lokalen Fachkräften sei zudem günstiger für das Unternehmen. stk