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Life-Science-Standort Schweiz braucht Unternehmer

15 Mai 2017 | aktualisiert 31 Mai 2017

Basel - Die Schweiz verfügt über die besten Voraussetzungen, um eine führende Rolle bei der Digitalisierung im Bereich Life Sciences zu spielen. Wie Bundesrat Johann Schneider-Ammann bei einem Besuch in Basel betont, müssten dazu vor allem auch Start-ups gefördert werden.

Bundesrat Johann Schneider-Ammann ist auf Einladung der BaselArea.swiss und digitalswitzerland in die Region Basel gereist, um am Biotech and Digitization Day teilzunehmen. Dabei hat er mit Vertreten aus Wirtschaft und Politik über die aktuellen Trends und Herausforderungen in der Life-Science-Branche diskutiert. Unter anderem hob Schneider-Ammann die wichtige Rolle der Region Basel als Motor des Schweizer Life-Science-Standortes hervor. „Die beiden Basel verfügen über eine hohe Dichte an innovativen und erfolgreichen Unternehmen, Forschungsinstituten und Hochschulen. Das erfüllt mich mit Stolz und Zuversicht. Pharma und Chemie gelten zu Recht als Innovationsmotoren“, sagte er laut einer Medienmitteilung.

Insgesamt habe die Schweiz gute Voraussetzungen, um bei der Digitalisierung im Bereich Life Sciences eine Vorreiterrolle zu übernehmen, waren sich die Diskussionsteilnehmenden einig. Allerdings werde der Standortwettbewerb aggressiver. Auch andere Regionen versuchen, grosse Firmen anzulocken. Wenn die Region Basel und die Schweiz ihre internationale Führungsrolle behalten wollen, sei keine Zeit zum Ausruhen da.

Einerseits müssen „Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft den digitalen Wandel als Chance nutzen“, so Schneider-Ammann. Andererseits müsse eine „neue, mutige Pionier-Kultur“ geschaffen werden, in der Unternehmertum gefördert und belohnt werde. Ausserdem brauche es „mehr Schub für Start-ups durch die Verwirklichung der Initiativen für einen privat finanzierten Start-up-Fonds“. Und auch „die Ausgestaltung der Rolle des Staates als Ermöglicher, der Freiräume schafft, statt Verbote und Hürden zu erlassen“ sei wichtig. ssp